Eine Region voller Ideen und Perspektiven

Unter dem Motto „Bayreuth Innovativ“ konnten Unternehmen aus der Region in diesem Jahr einmal mehr ihr Innovationspotenzial unter Beweis stellen – in diesem Jahr in Form eines Wettbewerbs, zu dem sich über 30 Unternehmen und Start-ups aus der Region anmeldeten. Sieben von ihnen wurden ausgezeichnet, aber auch die anderen teilnehmenden Unternehmen beeindruckten durch außergewöhnliche und spannende Ideen, Entwicklungen und Dienstleistungen, die wir in den nächsten Wochen nach und nach vorstellen werden.

Sigmund Lindner GmbH (SiLi)

Die Warmensteinacher Sigmund Lindner GmbH wurde ausgewählt für ihr neuestes Produkt SiLiglam PURE BIO SPARKLE Bioglitter. Das Innovative an dem Glitter aus der Region Bayreuth: SiLiglam PURE BIO SPARKLE ist plastikfrei, vegan und in Frischwasser biologisch abbaubar. Dadurch sind dekorative Effekte ohne den Einsatz von Mikroplastik möglich und es gelangt kein Mikroplastik in Form von Glitter in die Natur, was z.B. bei Festivals ein enormer Vorteil ist. SiLi beschäftigt sich bereits seit 2011 mit der Entwicklung von Bioglitter sowohl für die Kosmetikindustrie als auch für industrielle Anwendungen oder den Deko- und Bastelbereich. Auch der neue SiLiglam PURE BIO SPARKLE Bioglitter kommt bereits unter anderem in Nagellacken, in Knetmasse, als Kerzendeko sowie als loser Glitter zum Einsatz.

Der Friseursalon Style@Werk in Bayreuth ist ein Betrieb der ganze besonderen Art: Im Kontakt mit den Kunden setzt Geschäftsführerin Cigdem Wieczorek vor allem auf zwischenmenschliche und nachhaltige Werte. Zu diesem Zweck werden unter anderem recyclebare Alufolien und Einmal-Handtücher aus natürlichen Holzfasern verwendet, die sich nach acht Wochen von selbst zersetzen, um die Umwelt zu schonen. Im Rahmen der Aktion „Hair help the Oceans“ werden außerdem alle abgeschnittenen Haare eingeschickt, da diese die besondere Eigenschaft haben, viel Fett aufzusagen. Dadurch sind sie ein natürliches Filter- und Reinigungsmittel gegen Verschmutzungen wie Öl, Benzin und Sonnenmilchreste in Gewässern und werden weltweit eingesetzt, um Meere zu reinigen. Darüber hinaus sieht sich der Friseurmeister auch als eine Art Psychologe, der dafür Sorge zu tragen hat, dass seine Kunden nach ihrem Besuch glücklich und zufrieden nach Hause gehen.

XBANQ unterstützt auf der einen Seite Fotografen, Illustratoren, Künstler und andere Kreative und auf der anderen Seite Agenturen, Unternehmen, Marketing-Abteilungen, Kunstsammler etc. Das Unternehmen bietet einen Premium NFT („Non-Fungible-Token“)-Marktplatz mit innovativen und neuen Funktionen, um dort mit Bildern und Kunst verschiedenster Art zu handeln, inklusive der Möglichkeit von Auktionen. Im Gegensatz zu anderen Anbietern erhalten Kreative ganze 95% der Einnahmen statt wie gewöhnlich nur 20 bis 40%. Und die Käufer erhalten unlimitierte Nutzungs- und Vermarktungsrechte. Dadurch ist das XBANQ ideal positioniert, um bald nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit einer der führenden NFT-Marktplätze zu werden.

RUTRA

Aufgrund seiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Kommandant einer Stützpunktfeuerwehr und der dabei gewonnenen Erfahrungen, welche Probleme die Lagerung von stielgeführten Werkzeugen in den Einsatzfahrzeugen mit sich bringen, wurde durch den Schweißservice Ziegler in Zusammenarbeit mit Schuhmann Maschinenbau das RUTRA-Stecksystem entwickelt. Hierbei handelt es sich um eine robuste, schmutzunanfällige und einfache Steckverbindung für Handwerkzeuge, die an Stielen befestigt sind. Dieses Produkt kann von den verschiedenen Hilfsorganisationen verwendet werden, ist simpel zu bedienen, platzsparend und hygienisch bei der Lagerung. Seit 2021 steht also ein robustes, langlebiges und qualitativ hochwertiges Werkzeug für die verschiedensten, anspruchsvollen Einsätze zur Verfügung!

Die HERMOS AG aus Mistelgau versorgt ihre Kunden bereits seit über 10 Jahren mit dem ISO 5001 zertifizierten System FIS Energy, mit dem unter anderem Last- und Verbrauchsprofile von Maschinen, Anlagen, größeren Verbrauchseinheiten und ganzen Industriestandorten erstellt werden können. Ganz im Zeichen des Klimaschutzes werden beim Einsatz des Systems der Energieverbrauch optimiert und Energiekosten gesenkt. Eine große Zahl gewerblicher und industrieller Großkunden setzt bereits auf das System, das in allen Geschäfts- und Industriebereichen einsetzbar ist.

Unter dem Label BAD Concept Bayreuth sieht es die Nakuwa Engelbrecht KG als ihre Aufgabe an, für ihre Kunden nicht nur eine schöne Badewanne oder ein passendes Waschbecken zu finden, sondern das Badezimmer als Ganzes zu betrachten und unter Berücksichtigung der verschiedensten Faktoren ein stimmiges Gesamtbild zu schaffen. Kurz gesagt „Bäder aus einer Hand“. Aus diesem Grund begleitet das Unternehmen den Kunden während des gesamten Badgestaltungs-Prozesses von der Planung bis zur Fertigstellung – ein Rundum-sorglos-Service, der sehr geschätzt wird. Eine weitere Besonderheit: Als Natursteinbetrieb arbeitet BAD Concept auch mit vielen natürlichen Werkstoffen, die sich seit Jahrtausenden bewährt haben, anstatt nur auf die in der Branche gängigen Standardprodukte zurückzugreifen.

Der Fachhändler Wagner Optik entwickelte im Jahr 2020 eine Serviceidee mit drei klaren Zielen: Standortvorteile schaffen, den regionalen Einzelhandel attraktiver gestalten und sich mit Branchen vernetzen, die Arbeitsschutzmaßnahmen zur Förderung ihrer Mitarbeiterpotentiale nutzen. Das Ergebnis: ein Sehtraining als Premiumservice. Von den Kunden mit zunehmender Begeisterung genutzt, soll dadurch vor allem die Gesundheit von Menschen mit Bildschirmarbeitsplatz gesteigert werden. Regional und kundennah trägt Wagner Optik somit dazu bei, den Mittelstand durch attraktive Angebote innovativ zu unterstützen.

Wer sich für seine Zukunft ein nachhaltiges Wohngebäude in leimfreier Massiv-Holz-Lehm-Bauweise wünscht, bei dessen Errichtung natürliche, regionale Baustoffe und eine durchdachte Technik Anwendung finden, der sollte mit der VIDA HolzProjekt GmbH in Verbindung treten. Diese realisiert für ihre Kunden energieautarkes und gesundes Wohnen bei einer vollständigen Potentialausschöpfung des Baustoffs Holz. Spätestens seit der Umsetzung zweier Pilotprojekte in Freiburg im Breisgau hat sich das Unternehmen auf dem Markt des Nachhaltigen Bauens als ein Player etabliert, der die verschiedensten Problemstellungen im Bauwesen, wie zum Beispiel Rohstoffknappheit und Müllproduktion, durch eine innovative Herangehensweise verbessert.

Als Einzelunternehmerin stellt Julia Förster-Oetter seit 2021 aus Glas, Gold und Silber individuelle Schmuckkreationen her. Mit ihrer Arbeit ist es ihr nicht nur möglich, auch auf ausgefallene Kundenwünsche einzugehen, sie kann auch aus älteren Stücken neue herstellen, die dem modischen Anspruch der Zeit besser entsprechen. Unter Zuhilfenahme eines 3D-Druckers und durch die Verwendung von Glas entstehen so nicht nur einzigartige Formen, sondern auch Schmuck-Unikate mit einem breiten Farbspektrum. Somit ist das Atelier Förster-Oetter ein Beweis, dass sich auch ein handwerklicher Beruf wie das Goldschmieden sehr gut mit moderner Technik vereinen lässt.

Die Teammitglieder der Emergo Entertainment GmbH, allesamt ehemalige Studenten der Uni Bayreuth, führen seit Ende 2021 halb-öffentliche Tests mit ihrem Herzensprojekt durch: Dem Computerspiel Fireside. Das genreübergreifende Game ist in einem ruhigeren Stil gehalten, punktet mehr durch Entspannung und Humor, als durch Action und ist abseits der herkömmlichen Gaming-Community auch sowohl für Menschen mit Leseschwäche als auch als Leseübung für Kinder geeignet. Das Spiel befindet sich derzeit noch in der Entwicklung, die zahlreichen Rückmeldungen der Testkundschaft sprechen jedoch für sich und loben bereits jetzt vor allem Musik, Grafikstil und Atmosphäre.

Bayreuth Innovativ fand am 11.9.2021 statt. Lesen Sie hier wie es war.

Rückblick Event Bayreuth Innovativ 2021

Rund 500 Besucher ließen sich am 11.09.2021 die Gelegenheit nicht entgehen, das Bayreuther Innovationspotenzial hautnah zu erleben. 31 Aussteller, darunter regionale Unternehmen vom Start-up bis zum Weltmarktführer, zahlreiche Teams der Universität Bayreuth, die Stadt Bayreuth sowie regionale Forschungseinrichtungen präsentierten auf dem Stadtparkett zukunftsweisende Projekte und stießen auf enormes Interesse.